NVIDIA bemüht sich seit einiger Zeit die Bedeutung der eigenen Grafikchips zu stärken, indem diese über die CUDA-Schnittstelle auch für alternative Berechnungszwecke genutzt werden können. Im Rahmen dieser Bemühungen - und auch um diese Strategie dem Nutzer etwas schmackhafter zu machen - hat NVIDIA nun zusammen mit der neuesten Treibergeneration das sogenannte "Powerpack" veröffentlicht.
Unter dem Motto "The Force within" bietet das
Powerpack die Vollversion des 3D-Shooters
Warmonger, den bereits bekannten PhysX-Mod für
Unreal Tournament 3, eine 30-Tage-Testversion des Videocodierers
Badaboom, den Folding@home-Client um an Projekten für verteiltes Rechnen teilzunehmen, sowie noch einige andere Spiele- und Techdemos, die von der Physikbeschleunigung von NVIDIA-Grafikkarten profitieren können. Diese Funktion wird durch die neuen WHQL-zertifizierten GeForce-Treiber der Version 177.83 nun auch offiziell auf den Karten der Geforce8- und Geforce9-Serien nutzbar. Die Treiber können wie üblich über unser
Download-Center herunter geladen werden.
Währenddessen berichtet
heise online, dass NVIDIA im vergangenen, zweiten Quartal rote Zahlen in Form eines Verlustes von 121 Millionen Dollar schreiben musste. Dies sei aber primär auf die Aufwendung von Reklamationskosten in Höhe von 196 Millionen Dollar zurückzuführen. Die hohen Temperaturunterschiede, die bei Grafikchips auftreten können, führten aufgrund von Problemen mit der Chipgehäusetechnik vor allem bei Notebookimplementierungen zu erhöhten Ausfallraten. Der heftige
Preiskampf mit dem Mitbewerber AMD und der angekündigte Einstieg von Intels Grafikchip
"Larrabee" in die Arena der dedizidierten Grafikchips, dürften die Lage von NVIDIA sicher nicht weiter erleichtern. Aber bisher hat Konkurrenz schon immer recht gute Auswirkungen auf Kreativität und Preisgestaltung gehabt, so dass am Ende der Kunde wieder der Gewinner sein dürfte.
[ri]