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 Corsair präsentiert DDR3-Speicher mit bis zu "1600 MHz-Taktrate"

Speicher | 13.06.2007, 21:34
Wir hatten im Zuge unseres Intel P35-Launch Berichtes bereits im Ansatz zeigen dürfen, was DDR3-Speicher derzeit für Vorteile bieten könnte und wir waren durchaus überrascht. Dies allerdings nicht im positiven Sinne, denn leider vergleicht man unter P35-Chipsätzen derzeit praktisch nur Äpfel mit Birnen. Der Hintergrund für diese Aussage ist simpel, denn nativ, bietet dieser, bislang erste Mainboard-Chipsatz mit DDR3-Support keine DDR3-1333 oder gar DDR3-1600 Taktungen, verwendet man handelsübliche Prozessoren.

Um einen DDR3-Takt auf derzeitigen Intel-Platinen der P35-Serie testen zu können, muss man den Front-Side-Bus (FSB) des Prozessors auf 1333 MHz anheben, damit diese Option überhaupt freigelegt wird. Dabei wird dann auch die Bandbreite Prozessorseitig erhöht, was ja Vorteile mit sich bringen sollte. Leider war unser bisheriger Artikel diesbezüglich sehr ernüchternd, ließen sich doch kaum Vorteile für DDR3 festmachen. Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass ein solcher Vergleich nicht alleine darum hinkt, dass man einen Prozessor mit höherer Bandbreite zu Rate zieht, sondern auch, dass in heutigen Motherboards nicht selten bei Übertaktungen - und eben das erfolgt in Falle des Anhebens des CPU-FSB, interne Latenzen, sei es auf Seiten CPU, Chipsatz oder Speicher, gerne zurückgenommen werden. So bleibt bislang also offen, ob das schlechte Abschneiden der DDR3-Konfigurationen nicht möglicherweise auf einen solchen Umstand zurückgeführt werden muss.

Wie dem auch sei - von Corsair erreichte uns bis heute noch kein DDR3-Testspeicher und das mag auf der anderen Seite evtl. auch seine Gründe haben. Auf der diesjährigen Computex setzt Corsair nun noch einen drauf und präsentiert, neben DDR3-1066-Modulen auch Modelle als DDR3-1333 und DDR3-1600.

Die DDR3-1066-Module von Corsair werden dabei mit Speicherlatenzzeiten von 7-7-7-21 genannt, die Modelle DDR3-1333 mit 9-9-9-24. Die DDR3-Topmodelle mit einer "1600 MHz"-Taktfrequenz nennt Corsair hier nur noch mit Latenzen von 10-8-8-24 Takten. Auch wenn sich hierbei die Latenzen bei tRCD und tRP etwas verbessert haben mögen - es bleibt letzten Endes die Frage, wie man Vorteile denn gerecht messen möchte? Die faktisch am Markt einzigen Chipsätze, welche mit diesen Speichern umgehen können, sind nicht in der Lage nativ DDR3-1333 oder gar DDR3-1600 ansteuern zu können. Es werden weiterhin manuelle Eingriffe in die FSB-Taktung notwendig. Leistungsvorteile könnten sich also allenfalls für Anwender einstellen, welche von Beginn an beabsichtigen ihre Prozessoren sehr hoch zu übertakten. Doch wer kann dann überhaupt noch plausibel nachvollziehen, was diese Investion bringt?

Sei es wie es will - die neuen Corsair-Serien sollen nach Aussage des Herstellers kurz nach der Computex im Markt verfügbar sein. Preise hierzu nannte Corsair bislang noch nicht. Im Detail wird man die Modelle

DOMINATOR TWIN3X2048-1600C10D (1600MHz) 10-8-8-24
XMS3 DHX TWIN3X2048-1333C9DHX (1333MHz) 9-9-9-24
XMS3 CLASSIC TWIN3X2048-1333C9 (1333MHz) 9-9-9-24
XMS3 CLASSIC TWIN3X2048-1066C7 (1066MHz) 7-7-7-21

im Markt zur Verfügung stellen. Preise hierzu wurden bislang nicht genannt, man darf aber sicher annehmen, dass die OC-Modelle mit Dominator-Label preislich nur zu sehr hohen Preisen erhältlich sein werden. Die kleinsten Corsair-Modelle werden zurzeit mit ca. 460 Euro Straßenpreis für ein 2 GB-Kit gelistet und für die XMS3 DHX TWIN3X2048-1333C9DHX fanden wir Händlerlistungen ab ca. 540 Euro.
[pg]

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