Nachdem vor geraumer Zeit erstmals Ultra-Mobile-PCs das Licht der Welt erblickt hatten und auf vergleichsweise wenig Interesse stießen, scheint sich dieses Bild nun deutlich zu wandeln. Mit der zunehmend geringeren Leistungsaufnahme der Prozessoren bei steigender Leistung, scheinen die mobilen Systeme für immer mehr Kunden eine Überlegung wert zu werden. Fraglich ist, wie weit die Erwartungen der Hersteller erfüllt werden.
Wie
Heise Online berichtet, setzt Intel mit einer gesamten Produktfamilie auf diesen Markt vordringen und sich damit einen entsprechenden Marktanteil sichern. In Angriff genommen werden sollen dabei neben UMPCs auch Mobiltelefone und PDAs, die in ihrer Form und Ausprägung in Zukunft deutlich stärker verschmelzen dürften. VIA hat seit einiger Zeit Abstand vom traditionellen Desktop-Prozessor-Geschäft genommen und konzentriert sich mit viel Energie auf die sparsamen Recheneinheiten. Für die Zukunft rechnet nahezu die gesamte Branche mit deutlichem Wachstumspotenzial.
Gespannt sein darf man, wie weit sich diese Erwartungen tatsächlich erfüllen. Dies hängt schließlich nicht nur von der Art der Geräte ab, sondern noch stärker von ihren Einsatzmöglichkeiten. Neben dem seit langer Zeit angekündigten Multimedia-Zentrum im Wohnzimmer, dass noch immer nur wenige Freunde gefunden hat, verloren zum Beispiel auch Mobilfunkbetreiber vor einer ganzen Weile viel Geld mit Lizenzen für den Netz-Standard UMTS, der trotz vieler Vorteile noch immer kaum verbreitet ist. Auch mobiles Fernsehen, an dem die Betreiber derzeit mit Vorliebe arbeiten, dürfte kaum den erhofften Durchbruch bringen.
Noch immer sind die direkt spürbaren Vorteile für den Nutzer viel zu gering, als dass es sich für die große Masse lohnen würde, viel Geld in komplizierte Technik zu investieren. Erst mit der Verknüpfung zahlreicher Datendienste von Routenplanern über Navigationssystem und zeitnahen Zusatzinformationen etwa zu Sehenswürdigkeiten in der Nähe oder dem nächsten Restaurant, könnte die Technik für mehr Anwender nützlich werden. Allerdings spielt hier auch der Preis eine wesentliche Rolle. So arbeiten zum Beispiel Verkehrsbetriebe digitalen Ticket-Systemen per SMS, doch zeigt sich das Konzept bisher weder benutzerfreundlich noch preislich konkurrenzfähig.
[rl]